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Prof. Dr. Emil Kautzsch

Textbibel

Das Alte Testament

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Der Prophet Jeremia.

Kapitel 27.

Kap. 27-29: Jeremia und die falschen Propheten über das Geschick des Volks.

Ankündigung des babylonischen Jochs an Juda und seine Nachbarn, Warnung vor den falschen Propheten.

1 Im Anfange der Regierung Zedekias, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, erging folgendes Wort an Jeremia von seiten Jahwes:
2 So sprach Jahwe zu mir: Mache dir Stricke und Jochhölzer und lege sie auf deinen Hals   3 und sende an den König von Edom und an den König von Moab und an den König der Ammoniter und an den König von Tyrus und an den König von Sidon mittels der Boten, die zu Zedekia, dem Könige von Juda, nach Jerusalem gekommen sind,   4 und beauftrage sie, ihren Gebietern Folgendes zu sagen: So sprach Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Also sollt ihr zu euren Gebietern sagen:   5 Ich habe die Erde, die Menschen und das Vieh, die auf der Erde leben, durch meine große Kraft und meinen ausgereckten Arm geschaffen und habe sie immer gegeben, wem es mir gefiel.   6 Nunmehr aber gebe ich alle diese Länder in die Gewalt meines Knechtes Nebukadnezar, des Königs von Babel; selbst die Tiere des Feldes gebe ich ihm, daß sie ihm dienstbar seien.   7 Es sollen aber alle Völker ihm, wie seinem Sohn und seinem Enkel dienstbar sein, bis auch seines Landes Zeit gekommen sein wird, und mächtige Völker und gewaltige Könige sich ihn dienstbar machen.   8 Dasjenige Volk und Königreich aber, das ihm, Nebukadnezar, dem Könige von Babel, nicht dienen will und das seinen Hals nicht in das Joch des Königs von Babel stecken will, - mit dem Schwert und mit dem Hunger und mit der Pest will ich selbiges Volk heimsuchen, ist der Spruch Jahwes, bis ich sie durch seine Hand völlig vertilgt habe.   9 Ihr nun - hört ja weder auf eure Propheten noch auf eure Wahrsager noch auf eure Träume noch auf eure Zeichendeuter noch auf eure Zauberer, wenn sie also zu euch sprechen: Ihr werdet mit nichten dem Könige von Babel dienstbar werden!   10 Denn Lügen weissagen sie euch damit, um euch von eurem Boden zu entfernen, daß ich euch forttreibe und ihr zu Grunde geht.   11 Das Volk indes, welches seinen Hals in das Joch des Königs von Babel steckt, daß es ihm diene, das will ich ruhig auf seinem Boden lassen - ist der Spruch Jahwes -, daß es ihn bearbeite und bewohne.
12 Auch zu Zedekia, dem Könige von Juda, redete ich ganz dem entsprechend also: Steckt eure Hälse in das Joch des Königs von Babel und dienet ihm und seinem Volke, so werdet ihr leben bleiben!   13 Warum wollt ihr, du und dein Volk, durchs Schwert, durch den Hunger und durch die Pest umkommen, wie Jahwe den Völkern angedroht hat, die dem Könige von Babel nicht dienstbar sein wollen?   14 Hört doch nicht auf die Reden der Propheten, die also zu euch sprechen: "Ihr werdet mit nichten dem Könige von Babel dienstbar werden!" - denn nur Lügen weissagen sie euch.   15 Denn ich habe sie nicht gesandt - ist der Spruch Jahwes -, vielmehr weissagen sie trügerisch in meinem Namen, damit ich euch forttreibe und ihr zu Grunde geht samt den Propheten, die euch geweissagt haben!
16 Auch zu den Priestern und zu diesem ganzen Volke habe ich also geredet: So spricht Jahwe: Hört nicht auf die Reden eurer Propheten, die euch also weissagen: "Fürwahr, die Geräte des Tempels Jahwes werden nun schleunigst von Babel zurückgebracht werden!" - denn nur Lügen weissagen sie euch.   17 Hört nicht auf sie, dient vielmehr dem Könige von Babel, so werdet ihr leben bleiben! Warum soll diese Stadt zu einer Wüstenei werden?   18 Sind sie aber Propheten, und steht ihnen das Wort Jahwes zu gebote, so mögen sie doch Jahwe der Heerscharen darum angehen, daß die Geräte, die im Tempel Jahwes und im Palaste des Königs von Juda und in Jerusalem noch übrig geblieben sind, nicht auf noch nach Babel kommen!   19 Denn also spricht Jahwe der Heerscharen in betreff der Säulen und in betreff des Meers und in betreff der Gestühle und in betreff des Restes der Geräte, die in dieser Stadt noch übrig geblieben sind,   20 die Nebukadnezar, der König von Babel, nicht weggenommen hat, als er Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, aus Jerusalem nach Babel hinwegführte samt allen Edlen Judas und Jerusalems:   21 ja, also spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels, in betreff der Geräte, welche im Tempel Jahwes und im Palaste des Königs von Juda und in Jerusalem übrig geblieben sind:   22 Nach Babel sollen sie gebracht werden und daselbst bleiben bis zu dem Tage, da ich wieder nach ihnen sehe - ist der Spruch Jahwes - und sie herführe und sie wieder zurückbringe an diesen Ort.